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Der Chor von St. Bonifatius, Wiesbaden, besteht seit 1862. Zur Zeit singen etwa 110 Sängerinnen und Sänger mit. Der Chor versteht sich als Kirchenchor hauptsächlich zur Gestaltung der Gottesdienste in St. Bonifatius. Der Chor singt in der Regel einmal im Monat, außer in den Sommerferien. Darin eingeschlossen sind auch die Festgottesdienste an Weihnachten und Ostern, die in der Regel mit klassischen Orchestermessen gestaltet werden.
Das musikalische Programm des Chores umfasst Werke der klassischen Chorliteratur, aber insbesondere werden auch Werke des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Einmal im Jahr gestaltet der Chor ein großes Konzert mit einem zentralen Werk der Kirchenmusikliteratur, das nicht in der Liturgie verwendet werden kann.
Folgende Werke wurden unter anderem in den letzten 25 Jahren durch den Chor von St. Bonifatius innerhalb oder außerhalb der Liturgie aufgeführt:
| A. Vivaldi | Gloria |
| J.S. Bach | Kantaten, Chöre aus der Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium |
| G. F. Händel | Dettinger Te Deum |
| J. Haydn | Theresienmesse, Schöpfung, Nelson-Messe |
| W. A. Mozart | Krönungsmesse, Spatzenmesse, Requiem u.a. |
| M. Haydn | Franziskus-Messe |
| L. v. Beethoven | Messe in C-Dur |
| F. Schubert | Messen in Es-Dur, As-Dur und G-Dur |
| G. Rossini | Petite Messe solennelle |
| G. Verdi | Requiem |
| F. Mendelssohn | Elias, Lauda Sion |
| J. Brahms | Ein deutsches Requiem |
| A. Bruckner | Messe in d-moll |
| A. Dvorak | Messe D-Dur |
| H. Suter | Le Laudi |
| J. Jongen | Messe op. 130 |
| Z. Kodály | Laudes Organi |
| M. Duruflé | Requiem |
| B. Britten | War Requiem (mit der Schiersteiner Kantorei) |
| K. Jenkins | Requiem |
| J. Rutter | Mass of the Children, Gloria |
Der Chor probt normalerweise freitags um 19:30 Uhr im Pfarrsaal von St. Bonifatius. Die Proben dauern einschließlich einer Pause längstens bis 22:00 Uhr.
Neben der reinen Probenarbeit gibt es gesellige Angebote, wie z.B. das gemeinsame Zusammensein mit Abendessen im „Bonistübchen“, Wanderungen, Chorwochenenden, Sommerfeste, Adventsfeiern…
Der aktuelle Probenplan steht zum Download bereit.
Zusätzlich können Sie den Probenplan für den Zeitraum Januar bis April 2012 herunterladen.
Pressekritik:
Imposante Fülle
Haydns "Schöpfung" in St. Bonifatius
Von Richard Hörnicke, Wiesbadener Kurier, 05.10.2011
Prächtiger, in Ausgewogenheit und Differenzierung fesselnder Chorklang in St. Bonifatius: Gabriel Dessauer gestaltete mit Chor, großem Kinderchor und Mitgliedern des Wiesbadener Hessischen Staatsorchesters Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“. Von den einleitenden Takten der Schilderung des Chaos und dem überwältigenden „Es ward Licht“ an gelang es Dessauer dank eines engagierten Dirigats, eine nie abreißende Spannung zu erzeugen. Die Chöre folgten ihm mit erstaunlicher Präzision und fesselnder Ausdruckskraft, wendig und gleich überzeugend in Piano und Forte, das sich in den Lobpreisungen zu majestätischer Größe steigerte. Der übermäßig starke Nachhall im großen Kirchenraum machte es dabei schwer, die polyfon komponierten Passagen besonders in den schnellen Sätzen zu verfolgen. Mit diesem akustischen Nachteil mussten sich auch die Solisten auseinandersetzen. Nur Sopranistin Friedgard Teschemacher konnte sich mit klarem, glockig aufstrahlendem Sopran behaupten. Tenor Wolfgang Klose und Bassist Florian Küppers warteten mit schönem Stimmmaterial besonders in den Rezitativen auf, waren aber in den unteren Lagen bei stärkerem Orchesterklang kaum mehr zu hören. Die starke Wirkung der Lobpreischöre im ersten Teil des Oratoriums fanden dann im Schlusschor des dritten Teils noch einmal zu imposanter Wucht und Fülle. Das Orchester war Chor und Solisten mit sehr schönen Instrumentalsoli ein zuverlässiger, wendig agierender Partner. Überaus herzlicher, lange anhaltender Beifall (Quelle: Wiesbadener Kurier)
Chorwochenende 2011
Probenweihespiel in 3 Akten für Chor und Personal
Nach alten Vorlagen
Alle Jahre wieder, etwa zwei Wochen vor dem Oktoberkonzert, ist es soweit - der Bonichor begibt sich in Klausur und erarbeitet an einem Probenwochenenden die Feinheiten des ausgewählten Werkes.
In diesem Jahr nun also "Die Schöpfung" von Joseph Haydn... weiterlesen (PDF-Datei)
Maiwanderung 2011
"Nein, ein Trauermarsch für den am Gründonnerstag verschiedenen Pfarrhund Emil sollte und musste es nun doch nicht sein! Sondern eine Wanderung in den nahegelegenen, wunderschönen Hintertaunus! Das Ziel hatte Christiane Munzel ausgesucht, der es ein Herzensanliegen war, uns ihre Heimat nahe zu bringen. Nach einmaligem Umsteigen in Taunusstein, vorbei an der ehemaligen Revierförsterei, in der Christiane aufgewachsen ist, landeten wir am Ausgangspunkt der Wanderung in Hahn – los ging’s!" weiter (PDF)
Pressekritik:
Eine anrührende Glaubensbotschaft
Bachs g-Moll Messe unter der zügig zupackenden Leitung von Gabriel Dessauer
Von Richard Hörnicke, Wiesbadener Kurier, 05.10.2010
Gabriel Dessauer hatte für das Konzert am Tag der deutschen Einheit dem Chor von St. Bonifatius dankbare und auch schwierige Aufgaben gestellt, in deren Mittelpunkt die Aufführung der Messe in g-Moll Johann Sebastian Bachs stand.
In den Kantaten und Messen ist der Chor das Fundament des musikalischen Geschehens, dem in der „lutherischen“ g-Moll-Messe drei Soloarien beigeordnet sind. Bach hat sich bei Komposition der Messe im Wesentlichen des Parodieverfahrens bedient und aus der Fülle vorliegenden Materials eine anrührende Glaubensbotschaft erstellt, die von dem Chor unter der zügig zupackenden Leitung Dessauers eine ausgewogene und bemerkenswerte Interpretation erfuhr. Zu den bestens disponierten Choristen trat in den Arien Diana Schmid mit geschmeidig geführtem Alt, der Tenorpartie nahm sich Rouwen Huther kraftvoll konturierend an, als Bassist war Florian Küppers präsent.
Das mit Mitgliedern des Wiesbadener Staatstheaters besetzte Orchester war im gesamten Verlauf des Konzerts Chor und Solisten mit einem nobel aufspielenden Oboisten (Leonie Dessauer – Red.) ein vorzüglicher Partner - die Gestaltung von Chören aus den Kantaten BWV 120 und BWV 29 wurde im Verein mit Chor und drei mit brillantem Schmetterklang aufwartenden Trompetern zu einem prächtigen Finale. Begonnen hatte der Abend mit Chören aus den Kantaten BWV 140 und BWV 12, deren Appellationscharakter im schwingenden Zeitmaß der Orchesterbegleitung mit exzellent bewältigten Fiorituren zu transparent aufgegliederter Klarheit fand.
Ein Sonderlob ist den Choristen für die meisterlich aufgefächerte Linienführung der extrem schwierigen polyphonen Passagen des Schlusschors in der g-Moll-Messe auszusprechen, dank der Durchsichtigkeit der Interpretation waren die einzelnen Stimmen gut zu verfolgen, die Aufstellung der Mitwirkenden auf der Chorempore verhinderte den sonst störenden Widerhall, diese Lösung sollte beibehalten werden. Begeisterter Beifall in St. Bonifatius, der sicher vor allem der hervorragenden Leistung des Chors galt.
Der Chor freut sich über neue Mitglieder! Wenn Sie sich für die Mitwirkung im Chor von St. Bonifatius interessieren, setzen Sie sich bitte mit Kantor Gabriel Dessauer in Verbindung.
Das Forum dient Chormitgliedern zum gegenseitigen Kennenlernen, zum geselligen Austausch, für private Hinweise, zur Organisation von gemeinsamen Treffen. Chormitglieder können sich darin vorstellen, es gibt eine kleine Pinwand.
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